Samstag, 1. April 2023

SA1 Zu Fuß motivieren: Werbung für mehr Fußverkehr – wie kann so was vor Ort umgesetzt werden?
Werbung für den Fußverkehr klingt erstmal komisch, schließlich gehen wir alle jeden Tag zu Fuß. Viele Menschen aber halt nur die paar Schritte zum Auto. Wie kann vor Ort, in den Kommunen, Werbung für das Thema gemacht werden? Gemeinsam wollen wir Ideen sammeln und Elemente für verschiedene Maßnahmen erarbeiten. Moderation und Input: Thorben Prenzel (Rad S-H), Antje Heinrich (FUSS e.V.)

SA2 Rad - Aktuelle Tendenzen in der Radverkehrsförderung - Back to the roots?
Radverkehrsförderung 3.0 im BMDV-Modellvorhaben Rad - der allererste Satz der ERA fordert seit der 1. Auflage dieser Empfehlungen eine flächendeckende Radverkehrsförderung. Bis heute gibt es aber fast nur ein lineares, Hauptstraßen-bezogenes Vorgehen. Flächendeckend Barrierefreiheit erlangen, analoge und digitale Netztransparenz erlangen sowie Radschönrouten abseits der Hauptstraßen identifizieren und ausweisen steht für "RVF 3.0". Moderation und Input: Peter Pez (Leuphana), Input: Antje Seidel (Leuphana)

SA3 Kinder- und jugendfreundliche Stadt- und Verkehrsplanung
Lebensbereiche für Kinder werden in den meisten Fällen von Erwachsenen geplant. Dabei werden Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen häufig nicht erkannt oder gar bewusst ignoriert. Wir wollen den „Finger in die Wunde“ legen und die Sollbruchstellen aufzeigen, die eine systematische und ernstgemeinte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und ihrer Belange behindern. - Verstetigung: Was ist nötig, damit Kinder und Jugendlich systematisch beteiligt und ihre Bedürfnisse berücksichtigt werden? Warum klappt das nicht? Wo scheitern wir strukturell? - Strategie: Was können wir, sei es in der Verwaltung, in Kinder- und Jugendeinrichtung oder als engagierter Mensch, beitragen? Wie können wir uns strategisch klüger aufstellen? - Handeln: Welche Anknüpfungspunkte scheinen erfolgversprechend? Moderation und Input: Katalin Saary (FUSS e.V.), Input: Ralf Brand (Rupprecht Consult), Peter Apel (Stadt-Kinder), Franca Börsch (Zukunftsnetz NRW)

SA4 Fuß & Rad - Wenn Fuß und Rad sich quer kommen
Mit dem Ausbau von Radverkehrsanlagen stellen sich häufiger und dringender Fragen ihrer Querung zu Fuß:Was sind die kritischen Orte für das Miteinander? Was wissen wir über die Unterschiedlichkeit der Bewegungsmuster, auch der von Kindern und Hochaltrigen? Wohin führt das Ganze in 20 Jahren mit zunehmender Fußverkehrs- und Radverkehrsdichte bei weniger Kfz-Verkehr – mit  oder ohne automatisiertes Fahren mit entsprechendem Fencing? Auf welchen Straßen und Wegen fühlen sich dann beide Menschengruppen wohl? Was fällt uns zur „Verkehrsberuhigung  des Radverkehrs“, zum langsamen Fahren ein? Wo haben wir gute Beispiele entdeckt, wo Bewegungsfreiheit zu Fuß  und/oder auf dem Rad Freude macht? Moderation: Jörg-Thiemann-Linden (SRL), Input: Arne Blase (AB Stadtverkehr Bonn), Roland Stimpel (FUSS e.V.)

SA5 Öffis - ÖPNV Kinderleicht durch Best-Preis-Deutschlandtarif?!
Wie passen neue Tarifmodelle (Best-Preis, Pauschalpreis/Flatrates) zur Kostenstruktur des ÖPNV? Wie finanziert sich der ÖPNV heute und wie müsste er sich in Zukunft finanzieren angesichts eines Deutschlandtarifs? Welche Erfahrungen haben andere mit Pauschalpreis- bzw. kostenlosen ÖPNV-Angeboten gemacht und welchen Beitrag leisten diese zur Verkehrswende? Moderation und Input: Oliver Mietzsch (Geschäftsführer OWL Verkehr GmbH und der WestfalenTarif GmbH), Hanna Rhein (DUH), Thomas J. Mager (Verkehrsministerium Baden-Württemberg)

SA6 Der Fußverkehr ist auch politisch im Kommen – was sollte die Nationale Fußverkehrsstrategie leisten?
Fußverkehr ist die Basismobilität. Kommunen müssen für die umweltfreundlichste Verkehrsart viel organisieren: Fußwegenetze, Anschlüsse zum Öffentlichen Verkehr etc. Aufgrund der großen innerstädtischen Bedeutung des Zufußgehens, sollten Kommunen grundsätzlich Fußverkehrsbeauftragte beschäftigen. - Um diese kommunale Aufgabe bundesweit einheitlich umzusetzen, muss der Bund einen Rahmen vorgeben, gesetzliche Änderungen vornehmen und die Kommunen unterstützen.Dafür und darüber hinaus muss auf Bundesebene eine Leitlinie "Nationale Fußverkehrsstrategie" erstellt werden. Die Koalition hat Ihr Wort gegeben. Die Nationale Fußverkehrsstrategie kommt .... noch in dieser Legislaturperiode? Moderation: Wolfgang Packmohr (FUSS e.V.), Input: Uta Bauer (difu, Berlin), Ruth Hammerbacher (FUSS e.V.), Dieter Schwab (walk-space.at)

SA7 Recht - Verkehrsversuche
Rechtliche Vorgaben, praktische Umsetzung, gute Beispiele. Verkehrsversuche können geplante Maßnahmen und Veränderungen schneller erlebbar machen. Zudem erlauben sie es, Projekte laufend zu evaluieren und zu verbessern. Zugleich binden sogenannte "Testläufe" auch erhebliche Personal- und Planungsmittel, und müssen kommunikativ gut begleitet werden. In welchen Fällen lohnt es sich also, Maßnahmen zunächst nur probeweise umzusetzen? Was ist dabei planerisch und rechtlich zu beachten? Moderation: Wolfgang Aichinger (Berater für nachhaltige Mobilität), Input: Olaf Dilling (Rechtsanwalt Bremen/ Berlin), Tim Gerstenberger (Stadt Hannover)

SA8 Kommunen - Wie Verwaltungen vor Ort Hürden bei der Umsetzung der Verkehrswende überwinden können
Welche Hürden sind es, die den Kommunen begegnen? Fehlt es an finanziellen oder personellen Ressourcen? Oder an Ideen und Anreizen für zügige, möglicherweise temporäre Lösungen? Ist das Verwaltungshandeln effizient und wirkungsvoll für die anstehenden Aufgaben der Verkehrswende? (Wie) Lassen sich die internen Prozesse optimieren? Welches Management braucht eine Kommune, um die Verkehrswende zu gestalten? Wo liegen wichtige Stellschrauben? Welche Erfahrungen gibt es bereits? Moderation: Birgit Lies (wegebund), Input: Christiane Heiß (BMUV), Kirsten Pfaue (Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg)

SA9 Straßen für Menschen: Wie kann eine ideale klimagerechte Straße in der Stadt aussehen?
Und wie unter beengten Bedingungen? Und wie unter beengten Bedingungen? Welche Anforderungen ergeben sich durch die Menschen, die in der Straße wohnen oder mobil sind? Welche Anforderungen ergeben sich infolge des Erfordernisses der Klimaanpassung? Bei welchen Aspekten sind die Anforderungen kompatibel, bei welchen konträr? Wie sieht die ideale Wohnstraße aus? Wie sieht die ideale Hauptstraße für Fuß-, Rad-, Öffentlichen und Autoverkehr aus? Welche Strategie empfiehlt sich zur Anpassung für Straßen im Bestand, welche bei der Neuanlage von Straßen? Wieviel Technik und wieviel Grün braucht die klimaangepasste Straße? Inwieweit sind gleichartige Module bzw. Baukastensysteme sinnvoll? Moderation: Paul Bickelbacher (FUSS e.V.), Input: Simone Linke (TU München), Tanja Terruli (VCD)

SA10 Verkehrsrecht - Warum wir ein neues Straßenverkehrsrecht brauchen
Das Straßenverkehrsrecht stammt aus einer anderen Zeit. Es ist an der autogerechten Stadt und an der Leichtigkeit des Autoverkehrs orientiert - viele Kommunen tun sich mit einem solchen Rechtsrahmen schwer, Belange von Umwelt- und Klimaschutz sowie die Mobilitätswende voranzutreiben. Die Ampelkoalition hat sich eine Reform des Straßenverkehrsrechts vorgenommen - passiert ist bisher aber kaum etwas. Warum braucht es ein neues Straßenverkehrsrecht und wie muss es gestaltet sein, damit Kommunen mehr Handlungsfreiheit erhalten, um die Verkehrs- und Mobilitätswende vor Ort voranzutreiben? Moderation: Janna Aljets (Agora Verkehrswende), Input: Franziska Voigt (Stadt Mainz), Robin Kulpa (DUH)

 

Sonntag, 2. April 2022

SO1 Motivieren: Kommunikation für Verhaltensänderungen
Während die Autoindustrie seit Jahrzehnten Milliarden in die Werbung steckt und die Geschichte von der „Freiheit“ des Autos in allen Köpfen fest verwurzelt ist, haben Kommunen oft kaum Mittel oder Personal, um Maßnahmen der Verkehrswende vor Ort bekannt zu machen oder erfolgreich zu präsentieren. Dabei stoßen sie auf vielfache Akzeptanzprobleme und Vorbehalte – viele Menschen sorgen sich, wenn sie hören, dass Privilegien des Autoverkehrs zurückgenommen werden. Dabei glauben sie nur an eine bestimmte Geschichte über das Autofahren. Wir sprechen darüber, wie Framing und Storytelling dabei helfen können, neue Geschichten zu Mobilität und Freiheit für die lokale Verkehrswende zu entwickeln. Moderation: Janna Aljets (Agora Verkehrswende), Input: N.N., Norbert Krause (krauses Projektdesign)

SO2 Barrierefreiheit - Was heißt „vollständige Barrierefreiheit“?
Und wie können wir die Mittel so einsetzen, dass sie den unterschiedlichen Bedürfnissen der Menschen vor Ort am besten entgegenkommen? Dabei wichtig: Provisorien leben länger. Maßnahmen sofort barrierefrei umsetzen oder erst barrierearm und dann Schritt für Schritt? Moderation und Input: Joachim Becker (Kompetent Barrierefrei), Input: Dominik Fette (VCD), Cécil Lecomte (Interessenvertretung Selbstbestimmt leben)

SO3 Kindern eine laute Stimme geben - Sensibilisierung und Selbstermächtigung von Kindern für das Thema Mobilität

Wie sehen und bewerten Kinder ihre täglichen Wege zur Schule, zu Freunden, etc.? Gehen sie Wege gerne zu Fuß? Und wo sehen die Kinder Gefahren, wo Verbesserungsbedarfe? Bewegung und das Gehen zu Fuß ist für die Entwicklung von Kindern essenziell. Dies sollte sich auch in der Stadtplanung und Stadtgestaltung widerspiegeln. Es gilt, dieses Bewusstsein zu stärken und zu festigen - bei Kinder, Eltern, Schulen, aber vor allem auch bei Stadtverwaltungen und in der Politik. Mit dem Projekt „Kinder bewegen sich selbst – und ihre Welt“ wurde der Mobilitätsalltag von Kindern mit spannenden Übungen genauer unter die Lupe genommen, Qualitäten und Defizite herausgearbeitet, Verbesserungsvorschläge gemacht und der jeweiligen Stadtverwaltung und der Kommunalpolitik vorgestellt, u.a. in Bremen. Moderation: Patrick Riskowsky (FUSS e.V.), Input: Angelika Schlansky (FUSS e.V. / GEKaPLAN), Anne Müller (Kinderfreundliche Kommunen e.V.)

SO4 Fuß & Rad - Cape reviso-Projekt:
Reduzierung von Konflikten. Wie im Projekt Cape Reviso gefühlte Unsicherheiten in Konfliktbereichen objektiv sichtbar gemacht werden. Cape Reviso steht für „Cyclist and Pedestrians on Real and Virtual Shared roads“, übersetzt "Radfahrende und Fußgänger*innen auf gemeinsamen realen und virtuellen Flächen". Im Projekt werden Werkzeuge für die Stadtplanung entwickelt, um auf Basis objektiver Daten Verkehrsräume so zu gestalten, dass Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmer*innen reduziert / minimiert werden. Die Werkzeuge stehen Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft als quelloffene Software zur Verfügung. Im Fokus dieses Workshops stehen Stressmessungen im Fußverkehr. Leitfragen: Welche objektiven Daten braucht die Verkehrsplanung, um Konflikte von Rad- und Fußverkehr sichtbar zu machen? Wie können objektive Daten über Konflikte in stressreduzierende Verkehrsplanungen einfließen? Welche Ergebnisse lassen sich aus dem Projekt mitnehmen? Moderation: Katalin Saary (FUSS e.V.), Input: Peter Zeile (KIT), Johanna Drescher (ADFC), Céline Schmidt-Hamburger (KIT)

SO5: Mit Regio-S-Bahnen zur Flächenbahn?
Reaktivierungen im Schienenpersonenverkehr - über Jahrzehnte wurde das Schienennetz nicht nur vernachlässigt, sondern auch gestutzt. Verkehrswende im ÖV (statt Straßenbau) verspricht stattdessen nicht nur Verkehrsentlastung, sondern auch eine ökonomische und soziale Belebung des ländlichen Raumes. Moderation und Input: Peter Pez (Leuphana), Hans Dierken (AG Verkehrsfreunde Lüneburg e.V.)

SO6 Politik & Planung: Die Niederlande – Verkehrsparadies oder Greenwashing-Land?
Radverkehr als alleiniger Motor der Verkehrswende? Die Niederlande sind Fahrradland, aber nach wie vor Autoland. Die Fahrleistung im MIV ist stark gestiegen, der Umweltverbund hat kaum zugelegt. Fürs Gehen und im öffentlichen Verkehr gibt es größere Mängel. Die Unfallzahl ist nach wie vor hoch. Ist in den Niederlanden etwas schiefgelaufen? Was muss in Deutschland passieren, damit die Verkehrswende bei uns besser läuft als dort? Moderation: Marina Schweikert (Landkreis Lüneburg), Input: Prof. Jana Kühl (Hochschule Ostfalia), Roland Stimpel (FUSS e.V.)

SO7 Gesundheit - Was wir über Gesundheitsförderung durch Gehen und über Gesundheitsrisiken durch Nicht-Gehen wissen
Welche gesundheitlichen Effekte des zu Fuß Gehens sind bereits bekannt? Wie viele Schritte am Tag bringen schon etwas, wieviele sind optimal? Ist es für die gesundheitliche Wirkung egal, wie schnell man geht? Ist das zu Fuß Gehen mit den gesundheitlichen Wirkungen von Sport vergleichbar? Wie ist die durchschnittliche Gehleistung von ca. 1,5 km pro Tag in Deutschland gesundheitlich zu bewerten? Moderation: Ruth Hammerbacher (FUSS e.V.), Input: Volker Wieland (FUSS e.V. Saarland), Gunda Wienke (FUSS e.V. Köln), Prof. Sabine Schäfer (Uni Saarland)

SO8 Pendeln - Wie bekommen wir die Menschen nachhaltig in die Städte und wieder zurück?
Wie können sozial-ökologische Belange in den Pendelverkehr integriert werden? Welche Mindeststandards muss das öffentliche Nahverkehrsnetz für eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs erfüllen? Welche Anreize können Kommunen zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zwischen Umland und Stadt schaffen? Wie kann die Akzeptanz der Bevölkerung in Umland & Stadt für Maßnahmen zum Umstieg vom PKW auf den ÖPNV gefördert werden? Moderation: Hendrike Clouting (Leuphana Universität), Input: Sebastian Heilmann (Landkreis Lüneburg), Philipp Kosok (Agora Verkehrswende)

SO9 Planung - Daten für Planung und Navigation im nichtmotorisierten Verkehr
Wie lassen sich Wegzustandsdaten so detailliert erfassen, dass sie für den nichtmotorisierten Verkehr hilfreich sind? Wie gut sind OpenStreetMap-Daten (oder wie gut können sie sein) und welche Erkenntnisse lassen sich aus den Daten gewinnen? Was wäre wenn? Mit künstlicher Intelligenz Lücken im Fuß- und Radverkehrsnetz finden - um sie zu schließen. Moderation und Input: Antje Seidel (Leuphana), Rupert von der Kammer (Leuphana), Andreas Thinius (active_shortcut)

SO10 Verkehrswende - Mit multimodalen Mobilitätsplänen und Vergaben die Verkehrswende pushen!
Wie können multimodale Mobilitätsangebote so geplant werden, dass die Kund:innen Sie unkompliziert im Sinne einer umfassenden Mobilitätsgarantie nutzen können? Welche Vor- und Nachteile sind mit Mobilitätsträgerübergreifenden Angeboten aus einer Hand verbunden? Wie können Aufgabenträger ein Mobilitätsträgerübergreifendes Angebot aus einer Hand schaffen? Moderation und Input: Thomas J. Mager (VCD Bundesverband), Input: Sylvia Lier (TAF mobile GmbH)

SO11 Stadtplanung - Was uns Heimat gibt – autofrei und klimaschonend wohnen. Autos - fossil, E oder Gas - mindern die Qualität von Siedlungen. Die Zunahme der Temperaturen fordern Todesopfer . Gegenmaßnahmen sind schnellstens erforderlich, eine Maßnahme ist blau-grüne Stadtplanung. mit unversiegelter Fläche, Bäumen und wenig Beton. Es gibt Autofreie Siedlungen als Vorbild für eine klimagerechtere Planung . Autofrei lebende Menschen zeigen eine andere Mobilität. Es bedarf eines Paradigmenwechsels beim Siedlungsneubau. Diskussion. Moderation: Gunhild Preuß-Baier (autofrei wohnen), Input: Hans-Georg Kleinmann (Köln), Rainer Licht (Hamburg)

 

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